Unnötige Geräte und Maschinen sorgen auf zwei Wegen für Unmut. Wer sie bereits gekauft hat, vergeudet wertvollen Lebensraum und Strom. Wer zu viele unnötige Gerätschaften beherbergt, hat Untermieter, die einem mietfrei auf die Nerven gehen. Dazu kommt: Wer Unnötiges kauft, gibt Geld ohne Sinn und Verstand aus.
Bei den Dingen im Haushalt ist es die richtige Denkweise, die für Ersparnisse sorgt. Der Trick: Sparen durch Minimalismus. Wir leben in Masse statt Klasse, aber auch nur das Nötigste ist ausreichend.
Minimalistisch heißt: Was ich nicht brauche, habe ich nicht nicht. Nicht alles, was ich nicht habe, brauche ich.
Wer seinen Hausrat kompakt hält, lebt nicht nur entspannter, sondern günstiger. Es muss nämlich nicht jeder Schrott gereinigt, repariert oder ersetzt werden. Man muss sich dabei trennen: Zuerst von dem unnützen Zeug, das zuhause herumsteht. Dann von dem Wunsch immer wieder neue Sachen zu besorgen.
Diese Geräte, die gar nicht gebraucht werden, sind Hausbesetzer. Es wird Zeit, das Räumkommando anrücken zu lassen. Wer sich danach wieder unnötige Geräte anschafft, verschwendet schlicht Geld.
Was genau unnötig ist, hängt mal wieder nur von einem ab: Von dir da! Du mit dem Buch vor der Nase.
Deine Lebensumstände und Lebensweise machen manche Dinge unverzichtbar, andere unbrauchbar. Wer eine Glatze hat, braucht keinen Föhn, wer keinen Bartwuchs hat, keinen Rasierapparat.
Unnötig sind ganz einfach Maschinen, die nicht gebraucht werden. Wenn du sie nicht mehr im Haus hast, werden sie zudem nie wieder Strom fressen.
Eine Erkundungstour durch den Haushalt reicht, um einige Geräte zu entdecken, die dein Leben nicht leichter, sondern lediglich beengter machen. Wenn du auf Suche gehst wie an Ostern, hast du bald ein ganzes Nest von Dingen zusammen, die entsorgt werden können.
Zum Wegwerfen zu schade oder zu wertvoll? Diese Sachen versuchst du am besten so schnell wie möglich zu verkaufen. Dadurch hast du nicht nur früher mehr Platz. Die Produkte verlieren auch immer weiter an Wert. Beeile dich: Je mehr Leute auf den Trichter kommen, wie unnötig das Zeug ist, desto weniger wollen es.
Unnötige Gerätschaften finden sich in jedem Zimmer. Ein paar Beispiele:
- Wer einen Waschraum hat, braucht keinen Wäschetrockner. Dieser frisst ständig Strom und bei einer Neuanschaffung fett Geld. Wind und Wetter können deine Wäsche ebenfalls trocknen.
- Wer sich nie föhnt, braucht auch keinen Föhn. Auch hier ist es Angewohnheit oder Einstellung. Ein Föhn ist besonders bei kurzen Haaren nichts anderes als heiße Luft.
- Wer nicht faul ist, braucht keinen Mixer. Das Training, mal wieder richtig zu rühren, sollte sich niemand entgehen lassen, der sich ohnehin zu wenig bewegt. Und wer tut das nicht?!
- Diverse Lampen, die nie leuchten. Sie sehen nicht sonderlich stylisch aus, wollen ständig abgestaubt werden und fressen, wenn sie an der Steckdose hängen, wahrscheinlich noch Strom. Die faulen Säcke hängen doch nur ab wie unerwünschter Besuch. Wenn das Licht immer nur von der Decke kommt, braucht man weder Strahler noch Fluter.
- Gefrierschrank, wenn man ein Gefrierfach im Kühlschrank hat. Welche Massen musst du denn bevorraten? Denk daran, dass man Lebensmittel hat, um sie zu essen, nicht zu sammeln.
- DVD-Player, wenn man keine Filme hat oder die, die man hat, nie schaut. Dann ist der gute alte DVD-Player nichts als ein besonders hässliches Dekostück. Der DVD-Player sammelt nur noch Staub, wenn man beispielsweise einen Streaming-Service nutzt.
- Kaffeemaschine, wenn man Kaffeepresse und Wasserkocher hat.
- Diverse Radios. Wie viel Musik willst du denn hören?
- Brotschneidemaschine. Man bekommt für ein paar Sekunden Arbeit erleichtert, verbraucht aber viel Platz und massig Strom.
Na, was hast du alles gefunden? Es hat sich viel angesammelt, stimmt’s? Und das war noch nicht alles: Schau mal in deine Nachttischschubladen, in die untersten Böden der Regale und besonders der Schränke. Bevor die Scharniere aus den platzen: Sei konsequent. In der Küche solltest du ohnehin mal wieder einen Großputz machen. Dort finden sich die meisten unnötigen Geräte: Schokobrunnen, Fondue, Brotbackautomat.
Manche Sachen sind mittlerweile technisch überholt, so dass man sie doppelt im Haushalt hat. Der Wecker ist mittlerweile im Smartphone. Das Navigationsgerät wurde von der Smartphone-App abgelöst. Unnötig wurde auch deine alte Digitalkamera. Dein schlaues Telefon macht wahrscheinlich nicht nur bessere Bilder, das Handy hast du sowieso immer zur Hand.
Wer die Ungetüme entlarvt hat, diese Platzverschwender, diese Stromfresser, muss die endgültigen Konsequenzen ziehen. Wie geht man mit solchen Raumräubern um?
Verkaufen, Verschenken, Entsorgen! In dieser Reihenfolge. Die Möglichkeiten sollten von links nach rechts ausgeschöpft werden. Erstens verschwendest du so kein Geld, bekommst hoffentlich sogar welches. Zweitens kannst du jemandem eine Freude machen, der sich vielleicht revanchiert. Drittens… was weiß denn ich. Da muss der Mist dann eben weggeworfen werden.
Lass dir von deinem inneren Schlendrian nichts einreden. Was hast du davon diese Sachen loszuwerden? Die stehen doch nur rum, die stören doch niemanden! Der labert nur, der will dich nur in Versuch führen. Der Schlendrian ist noch fauler als wir beide zusammen. Der gaukelt dir was vor, nur damit die Sachen von der Küche in den Keller umziehen dürfen.
Diese unnötigen Sachen loszuwerden hat einen Hauch von Minimalismus. Wenn man es durchzieht, besitzt man nur noch Dinge, die man auch tatsächlich braucht. Solche Sachen in Zukunft gar nicht mehr anzuschaffen ist hingegen einfach Sparsamkeit.
Damit dir solche Raumfresser in Zukunft nicht mehr ins Haus kommen, gibt es einen einfach Trick: Beim Kauf an mögliche Nachteile denken. Die ganze Arbeit, die entsteht…
Den nächsten Brotbackautomaten rede ich mir zum Beispiel so aus: die lästige Reinigung, die Löcher im Brot, es dauert so lange.
Der Weg zum Ziel ist, die Sachen realistisch zu betrachten. Wie wird es aussehen, wenn man das Teil in Benutzung hat? Nicht nur ausmalen, wie gut Früchte mit Schokolade schmecken. Sondern: Ehrlich zu dir selbst sein. Die Mühe dein Schokofondue zu säubern, darfst du nicht vernachlässigen. Das wird so viel Arbeit sein, wahrscheinlich wirst du es maximal alle zwei Jahre benutzen. Danach landet es wieder im Keller. Und im sechsten Jahr kannst du es nicht mehr sehen, und musst es wegwerfen.
Unnötige Geräte sind oft Käufe aus der Situation heraus. Ist es absehbar, dass du die Sache nur im Moment willst? Fühlst du dich gerade fett und siehst im Entsafter die Lösung des Problems? Es ist zwar aller Ehren wert ist ist, dass du dich gesünder ernähren willst. Aber du kannst auch kauen. Die Faserstoffe sind eh am gesündesten.
Beurteile ehrlich: Wie hoch stehen die Chancen, dass etwas zu einem unnötigen Gerät wird? Wenn du schon vor dem Kauf erste Bedenken hast, warte noch ein paar Wochen. Normalerweise wird sich in dieser Wartezeit herausstellen, ob du ein Produkt nur wolltest oder brauchst.